Wie geht richtig rekrutieren und bewerben?

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Mann und Frau im Bewerbungsgespräch

Wie geht richtig rekrutieren und bewerben? Das erste Business Frühstück des NPO FrauenNetzwerks hat die Antworten ...

"Das bin ich wert!" - das NPO Frauennetzwerk verrät Tricks für eine erfolgreiche Bewerbung

Frauen stärken, Netzwerke aufbauen, Kompetenzen erweitern - beim NPO Frauennetzwerk dreht sich alles um Powerfrauen und ihre persönliche Stärkung. Das Netzwerk bietet seinen Mitgliedern eine Spielwiese, auf der, der gegenseitige Austausch und das Weitergeben von Wissen im Mittelpunkt stehen. Bei der Kompetenzerweiterung liegt der Fokus vor allem auf dem Teamaufbau, der Organisationsentwicklung und dem Eventmanagement. The more the merrier - die vielen aktiven Mitglieder zeichnen das Netzwerk aus und tragen nicht nur zum persönlichen Wachstum bei, sondern stärken so auch das Netzwerk. Die neue Veranstaltungsreihe NPO Business Breakfast lebt genau diese Prinzipien und Johanna Wagner, Expertin wenn es um das Thema "Bewerbung" geht, hat den Anfang gemacht und die Mitglieder an ihrer Expertise teilhaben lassen.

Business Breakfast: Der frühe Vogel braucht Kaffee

Kaffeegeruch liegt an diesem Morgen in der Luft. Dreizehn Teilnehmerinnen sind der Einladung zum Business Breakfast zu Microsoft gefolgt und warten voller Tatendrang auf eines: Sie wollen mehr zum Thema "Was zählt im Bewerbungsprozess" wissen und ihre Erfahrungen austauschen. Da sind sie beim Business Breakfast genau richtig, denn hier stehen der Erfahrungs- und Wissensaustausch, die offene Diskussion und das Lernen voneinander im Mittelpunkt. Lernen wollen sie heute vor allem von einer: Johanna Wagner, die bei Microsoft Österreich in einem internationalen HR Team tätig ist. Sie weiß also ganz genau, worauf es ankommt, wenn es um das Thema Bewerbung geht. Die anwesende Runde von Frauen ist dabei genauso bunt und vielfältig wie der Bewerbungsprozess selbst auch. Coachs, Geschäftsführerinnen, Vereinsgründerinnen oder Recruiterinnen, sie alle sehen das Schlagwort aus unterschiedlichen Blickwinkeln und bringen dadurch etwas anderes ein. Genau das hat das Business Breakfast zu einem interaktiven und bereichernden Vormittag gemacht, der mit einem wilden Ritt auf der hausinternen Rutsche endet.

Johanna Wagner, Human Ressources-Expertin, plaudert aus dem Nähkästchen

Doch bevor sie rutschen, haben es sich die Interessierten in der so genannten Executive Lounge, der "Microsoft Limousine", wie sie Johanna Wagner lachend bezeichnet, gemütlich gemacht. Hier finden normalerweise Meetings des Vorstands und mit wichtigen Kunden statt. Bevor die HR-Expertin über die "Dos and Don’ts" der Bewerbung spricht, teilt sie gelbe und rote Zettelchen aus. Die Farben deuten es schon an, hier stehen die größten Fehler, aber auch Tipps, womit man sich von Konkurentinnen und Konkurrenten bei der Bewerbung abheben kann. Interaktivität und der Austausch sind Johanna Wagner für die kommende halbe Stunde besonders wichtig.

Sie selbst hat in den sechs Jahren bei Microsoft schon viele Bewerbungen gesehen, Bewerbungsgespräche geführt und schließlich Jobzusagen gegeben. Vom Lebenslauf und dem Motivationsschreiben bis hin zum persönlichen Gespräch - sie kennt die Tipps und Tricks und teilt diese heute mit dem Netzwerk. An erster Stelle des Bewerbungsprozesses muss nach ihren Erfahrungen Folgendes stehen: Jobreflexion und Prioritäten. Denn nur, wer weiß, wohin er will, der kann auch den richtigen Weg für sich einschlagen. Das bedeutet konkret: Wo stehe ich und wo sehe ich mich in der Zukunft? Nur wer diese Frage beantwortet, kann gezielt Stellen suchen.

Von Selbstreflexion und dem richtigen Bewerbungsschreiben

Wer weiß, wohin er möchte, muss nun die Instrumente in die Hand nehmen, die er für die Bewerbung braucht. An erster Stelle sind das der Lebenslauf und das Motivationsschreiben. Die Anpassung beider an das Unternehmen, bei dem man sich bewirbt, und die richtige Reihenfolge der beruflichen Meilensteine (die letzten immer zuerst) sind hier essenziell. Das Motivationsschreiben hat eine andere Funktion, es muss vor allem eine Frage beantworten: Warum will ich unbedingt genau bei diesem Unternehmen arbeiten? Wer das schlüssig und aussagekräftig in Worte fassen kann, ist der Einladung zu einem Gespräch einen Schritt näher. Besonders hier legt einem die Expertin dies ans Herz - bevor man die Bewerbung abschickt, eine Nacht drüber schlafen und gegenlesen lassen. Sei es der Partner oder die Partnerin, die beste Freundin oder die Familie: Vier Augen sehen immer mehr als zwei. Ein wichtiges Augenmerk legt sie persönlich bei der Auswahl möglicher Kandidatinnen und Kandidaten auf die Fähigkeit der Reflexion. Sich hier mit den Herausforderungen des vergangenen Jobs und gewählten Lösungswegen zu beschäftigen, ist besonders wichtig. Jeder macht Fehler, wer diese sieht und im besten Falle auch die positiven Auswirkungen erkennt, die man durch das Lösen der Probleme erfahren hat, zeigt Reflexionsfähigkeit und erzeugt Vertrauen im Gespräch. Zustimmend nicken können hier nur die anwesenden Recruiterinnen, die aus dem Arbeitsalltag berichten und Erfahrungen teilen.

Nie vergessen: "Das bin ich wert!"

Für die, die es geschafft haben und zum persönlichen Gespräch eingeladen wurden, heißt es dann: Vorbereitung und Planung ist das halbe Leben. Wer sich intensiv mit dem Unternehmen beschäftigt und viel weiß, zeigt nicht nur Interesse und Kompetenz, sondern hat auch gleich Fragen an das Unternehmen, die er stellen kann. Denn eines darf man nie vergessen, betont Johanna Wagner, beim Bewerbungsgespräch handelt es sich um ein gegenseitiges Kennenlernen. Authentizität und Ehrlichkeit sind hier die wichtigsten Schlagworte. Ein Tipp, den sie besonders Frauen ans Herz legt: Sich niemals unter Wert verkaufen! Sich seiner Stärken bewusst zu sein und diese auch zu kommunizieren, ist nicht nur bei der Gehaltsverhandlung von besonderer Wichtigkeit. Wer dann noch pünktlich und der Branche entsprechend gekleidet ist, hat formal schon alles richtig gemacht. Krone gerade rücken und Blick nach vorne, heißt es, wenn es nach einer Bewerbung nicht geklappt hat. "Bewerben ohne Absagen gibt es nicht", ermutigt Johanna Wagner die anwesenden Frauen. Die Endauswahl wird durch viele Faktoren gesteuert, von denen die Bewerberinnen und Bewerber einige auch gar nicht beeinflussen können. Nicht zuletzt spielt manchmal auch schlicht und einfach Glück eine Rolle - deswegen betont sie, dass man sich nicht jede Absage zu Herzen nehmen sollte.

Exklusive Tour mit Rutsche

Glück hatten die Mitglieder des NPO-Netzwerkes auch an diesem Freitag. Denn nach dem moderierten Vernetzen, bei dem sich die alteingesessenen und neuen Mitglieder des Netzwerkes austauschen konnten, führt Johanna Wagner eine exklusive Tour durch das Gebäude von Microsoft. Meetingräume, Arbeitsplätze, Entspannungsräume - die Tour gibt einen spannenden Einblick in das Arbeiten bei Microsoft und ruft staunende Blicke bei den Interessierten hervor. Krönender Abschluss und kleines Highlight der Tour: Die hausinterne Rutsche, die fast alle Mitglieder hinunterrutschen. Spätestens jetzt haben wir genug Energie, um in den Tag zu starten, und freuen uns auf die kommenden Business Frühstücke im nächsten Jahr.

Artikel von Hannah Poppenwimmer, Herausgeberin von Social Attitude

Über die Autorin

Hannah Poppenwimmer, Autorin bei NPO FrauenNetzwerk

Hannah Poppenwimmer ist die Story Tellerin des NPO FrauenNetzwerks. Sie besucht unsere Veranstaltungen und berichtet aus ihrer Sicht darüber. Wir lieben Hannah und finden, sie steht genau für jene Frauen, die unser Netzwerk auszeichen: Sie macht einfach! Und sie schafft dabei einen sozialen Mehrwert. Was Hannah sonst noch so macht? Sie hat ihr eigenes Magazin ins Leben gerufen: Social Attitude

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Herzschlag deiner Stadt – das ist das Motto des gleichnamigen Print-Magazins, das Hannah Poppenwimmer ins Leben gerufen hat. Gründerin und Initiatorin Hannah Poppenwimmer erzählt hier von ihrer Motivation, ihren Zielen und was sie antreibt ein Printmagazin im Sozialen Sektor ins Leben zu rufen.

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